
Der Pflanzenstoff ist auch ein beliebter Farbstoff beispielsweise für Margarine, Teigwaren, Fertiggerichte, Konfitüre, Marmelade oder Senf. In der EU ist er für diesen Zweck als Lebensmittelzusatzstoff (E100) zugelassen.
Curcuma-Zubereitungen werden zum Teil therapeutische Wirkungen wie tumorhemmende Eigenschaften zugesprochen. Für einen gesundheitlichen Nutzen entsprechender Produkte fehlen bislang wissenschaftlich belastbare Belege aus klinischen Studien. Den vermeintlich positiven Wirkungen stehen mögliche negative Effekte auf die Gesundheit entgegen. Eine tägliche Aufnahme an Curcumin aus allen Lebensmittelquellen von bis zu drei Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht gilt als Gesamtaufnahmemenge, die nicht mit erhöhten Gesundheitsrisiken verbunden ist. Als geschmacksgebende und färbende Zutat in Speisen und als Zusatzstoff in (verarbeiteten) Lebensmitteln gilt Curcumin als gesundheitlich unbedenklich, weil die Aufnahme begrenzt ist. In bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln finden sich mitunter deutlich höhere Curcumin-Gehalte.
Verschärftes Risiko
Aus klinischen Studien, bei denen Curcumin in zum Teil hohen Dosen eingesetzt wurde, sind unerwünschte Wirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Blähungen oder Magenreizung) bekannt. Mit dem Verzehr bestimmter curcuminhaltiger Nahrungsergänzungsmittel werden zudem diverse Fälle akuter Entzündungen beziehungsweise Schäden der Leber in Verbindung gebracht – insbesondere bei Präparaten mit „verbesserter Bioverfügbarkeit“. Der Grund: Curcumin wird eher schlecht vom Organismus aufgenommen, Substanzen wie Piperin (aus Pfeffer) sollen das verbessern. Dadurch verstärken sie aber womöglich die negativen Effekte, wie etwa die auf die Leber, und das dann schon in geringeren Dosierungen.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung) sieht wegen Datenlücken noch Forschungsbedarf, insbesondere bei solchen Produkten, und rät Schwangeren, Kindern und empfindlichen Personen vom Verzehr ab.
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BfR-Wissensportal zu Vitaminen, Mineralstoffen & Co.
In welchen Lebensmitteln stecken Vitamine und essenzielle Mineralstoffe? Werde ich krank, wenn ich zu wenig oder zu viel davon aufnehme? Soll ich besser gleich Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, um meinen Bedarf zu decken? Bei Fragen wie diesen hilft mikroco-wissen.de weiter – das Informationsangebot des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung). Es informiert über Mikronährstoffe, also Vitamine und Mineralstoffe, und erläutert, wofür der Körper diese braucht. Außerdem werden zahlreiche weitere Substanzen vorgestellt, die in Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebens mitteln zu finden sind.
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