81 %
der Befragten haben von UV-Filtern in Sonnenschutzmitteln als Gesundheitsthema gehört.
Das Klima. Wir wissen, dass sich bei uns dadurch unter anderem die Bewölkung ändert. Damit steigt die Anzahl der Sonnenschein-Stunden pro Jahr, die Anzahl an sonnenreichen Jahren und dadurch die UV-Strahlung.
Die UV-Strahlung wird durch Wolken teilweise abgehalten oder gestreut. Bei dicht bewölktem Himmel kommt davon weniger bei uns an. Durch den Klimawandel haben wir aber immer häufiger Tage mit viel Sonnenschein und wenig Wolken. Auch unser Verhalten hat sich verändert. Bei sonnigem Wetter tendieren viele Menschen dazu, mehr Zeit draußen zu verbringen. Sie sind damit der UV-Strahlung stärker ausgesetzt. Dadurch steigt das Hautkrebsrisiko.
Das kann man gar nicht nur an der Jahreszeit festmachen – sondern besser am UV-Index. Der wird in vielen Wetter-Apps angegeben und ist eine weltweit einheitliche Skala, die die UVStärke anzeigt. Sie beginnt bei 1, ist nach oben offen. Schon ab Stufe 3 sollten wir unsere Haut und Augen schützen. Das ist ein freundlicher Frühlingstag, ein bisschen Sonne. Das reicht, um die Haut zu schädigen. Auch im Januar, beispielsweise im Hochgebirge beim Skifahren, sollte ich auf den UV-Schutz achten.
Eincremen ist erst der letzte Schritt. Das allerwichtigste ist, direkte Sonnenstrahlung möglichst zu vermeiden. Je intensiver die Sonne, desto stärker sollte man sie meiden. Wenn es Schatten gibt, dorthin gehen. Der zweite Schritt ist, die Haut zu bedecken: lange Ärmel, lange Hosenbeine, Hut, Sonnenbrille. Und erst als drittes kommt dann die Sonnencreme.
Bei Sonnenschutzmitteln gilt: Je höher der Lichtschutzfaktor, desto besser sind wir geschützt. Wichtig dabei ist, sich ausreichend dick einzucremen und nachzucremen.
Sonst funktioniert der UV-Schutz nur eingeschränkt. Wer ins Wasser geht, sollte danach sofort nachcremen. Ich würde sagen: Lieber öfter und dicker eincremen als zu wenig.
Wenn Sonnenbaden, dann nur sehr dosiert und möglichst nicht in den intensiven Sonnenstunden um die Mittagszeit. Menschen legen sich ja häufig in die Sonne, um sich zu bräunen. Aber die Bräune ist ein Schutzmechanismus der Hautzellen, damit die UV-Strahlung sie nicht weiter schädigt. Bräunung ist deshalb eigentlich schon ein Schaden, eine Abwehrreaktion der Haut. Sonnenbräune ist kein Zeichen für Gesundheit.
Nein, damit erhöht man nur unnötig das Hautkrebsrisiko. Die UV-Strahlung im Solarium ist in der Regel so stark wie die Sonne am Äquator – zur Mittagszeit bei höchstem Sonnenstand. Viel intensiver geht es kaum.