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Kategorie Lebensmittel

Bleierne Belastung

schwarz weißes Glas
Copyright Glas: Sergey Kvint / unsplash, Getreide: Macrovector / gettyimages
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Blei gelangt über die Umwelt in unsere Nahrung und reichert sich im Körper an. Dort kann es der Gesundheit schaden.

Schon lange weiß man: Blei kann das Nervensystem, die Nieren und das Herz-Kreislauf-System schädigen. Besonders bei ungeborenen Kindern, Säuglingen und Kleinkindern können schon geringe Mengen an Blei neurologische Entwicklungsprozesse beeinträchtigen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung) hat mit der MEAL-Studie untersucht, wie viel Blei Menschen in Deutschland über die Nahrung aufnehmen. Dabei zeigte sich: In allen Altersgruppen tragen Getreide und Getreideprodukte sowie Wasser und wasserbasierte Getränke am stärksten zur durchschnittlichen Bleiaufnahme bei – jeweils rund 15 bis 20 Prozent.

Bei Erwachsenen kommen Getränke wie Kaffee dazu. Die geschätzte Bleiaufnahme bei Kindern im Alter von 1 bis 2 Jahren ist im Vergleich zu Jugendlichen und Erwachsenen deutlich höher – um das Vier- bis Fünffache. Das liegt an ihrem – auf das Körpergewicht bezogenen – höheren Verzehr.

EIN SCHUSS BLEI

Ein spezieller Fall ist Wildfleisch von Tieren, die mit bleihaltiger Munition erlegt wurden. Kleine Metallpartikel aus den Projektilen können im Fleisch zurückbleiben. Das kann zu einer erhöhten Bleiaufnahme führen – insbesondere bei Menschen, die häufiger Wild essen. Für die Mehrheit der Bevölkerung, die Wildfleisch nur gelegentlich genießt, ist dieser Beitrag zur Bleiaufnahme vergleichsweise gering. Für besonders empfindliche Gruppen wie Kinder, Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch wird empfohlen, auf den Verzehr von mit Bleimunition erlegtem Wild zu verzichten, um eine zusätzliche Bleiaufnahme auf diesem Weg zu vermeiden.

ABWECHSLUNG HILFT

Wichtig zu wissen ist: Nach aktuellem Forschungsstand gibt es keine Aufnahmemenge an Blei, die gesundheitlich unbedenklich ist. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt daher, die Aufnahme von Blei so weit wie möglich zu minimieren. Auf eine vielfältige und ausgewogene Ernährung zu achten, gehört dazu.

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