
Indem Verbraucherinnen und Verbraucher also Jodsalz verwenden und Produkte einkaufen, die mit Jodsalz hergestellt wurden, können sie ihre Jodversorgung verbessern. Für Erwachsene wird eine Zufuhr von 150 Mikrogramm (μg) pro Tag empfohlen, Schwangere und Stillende haben einen höheren Bedarf und sollten daher nach ärztlicher Rücksprache Jod ergänzen. Auch die Speisenauswahl hilft: Milch, Käse und Joghurt, aber vor allem Meeresfische wie Seelachs oder Hering sind gute Jodquellen.
ZU VIEL DES GUTEN
Algen aus dem Meer, die als nährstoffreiches Trend-Nahrungsmittel gelten, enthalten ebenfalls Jod. Doch oft in so hohen Mengen, dass es zu viel des Guten ist. EU-weite Kontrollprogramme belegen, dass der Jodgehalt von Algen stark schwanken kann. Insbesondere einige essbare Braunalgen, wie Kombu oder Zuckertang der Gattung Saccharina, weisen teilweise sehr hohe Jodgehalte auf. In solchen Fällen können schon kleine Portionen zu einer erheblichen Überschreitung der für Jod abgeleiteten tolerierbaren maximalen Aufnahmemenge (600 μg pro Tag für Erwachsene) führen und ein gesundheitliches Risiko darstellen.

Eine langfristig überhöhte, aber auch eine akut exzessive Jodaufnahme kann der Gesundheit schaden und etwa die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen. Der Verzehr von Algen und Algenprodukten ist also ohne genaue Kenntnis des Jodgehalts und einer daraus abgeleiteten maximalen Tagesverzehrempfehlung nicht unbedenklich.



