Schlummernde Schätze
Im Nationalen Referenzlabor für Salmonella herrscht Sammelwut. Jede einzelne Salmonellen-Probe, die in den vergangenen Jahrzehnten im BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung und seinen Vorgängerinstitutionen analysiert wurde, lagert dort. Vielleicht nicht für die Ewigkeit, aber doch auf nicht absehbare Zeit. Die ersten Proben reichen in das Jahr 1976 zurück. Zunächst schlummerten die Isolate – wie hier zu sehen – bei Raumtemperatur in kleinen Pappschachteln, dicht an dicht in großen Regalen gelagert. Allerdings können sich die Bakterien dabei im Laufe der Zeit schleichend verändern. Deshalb werden neue Isolate seit einigen Jahren bei minus 80 Grad Celsius tiefgefroren. Seitdem füllen große Tiefkühlschränke die Lagerräume des Referenzlabors. Und wozu das Ganze? Die Uralt-Proben können dazu beitragen, heutige Forschungsfragen zu klären. Zum Beispiel, wie sich die Eigenschaften eines bestimmten Salmonella-Stamms im Laufe der Zeit verändert haben oder welche Antibiotika-Resistenzen etwa in den 1970er-Jahren unter den Salmonellen dominierten. Bei Bedarf können die gewünschten Isolate hervorgekramt und die Bakterien vermehrt und analysiert werden. Ein schlummernder Schatz!







