70 μg
Jungen/ Männer
In Deutschland sind die besten Selen-Lieferanten tierische Lebensmittel: Fisch, Fleisch, Wurst oder Eier. Das liegt daran, dass Selen auch als Zusatzstoff in Futtermitteln für Tiere verwendet wird. Selen ist nämlich nicht nur für Menschen ein essenzieller Nährstoff, sondern auch für die Tiergesundheit bedeutend. Wer sich pflanzlich ernährt, kann seinen Selen-Bedarf am besten über verschiedene Kohlarten wie Brokkoli oder Weißkohl sowie über Zwiebelgemüse, Pilze, Spargel und Hülsenfrüchte decken.

Genaue Daten zur Selenzufuhr oder -versorgung der Bevölkerung fehlen. Es gibt aber keine Hinweise auf klinisch relevante Selenmangelerscheinungen in Deutschland.
(für Personen ab 15 Jahren, *Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung, DGE)
Selen ist ein wichtiger Baustein bestimmter Eiweiße: der Selenoproteine. Diese sind an zahlreichen Körperfunktionen beteiligt. Zum Beispiel:
Wird über längere Zeit zu wenig Selen aufgenommen, etwa aufgrund einer Erkrankung, kann die Bildung der Selenoproteine gestört sein. Das kann unter anderem das Immunsystem oder die Muskelfunktion beeinträchtigen. Bei Verdacht auf einen Selenmangel sollte aber nicht eigenständig zu selenhaltigen Supplementen gegriffen werden, sondern ärztlicher Rat eingeholt werden. Denn bei dauerhaft hoher Aufnahme von Selen sind gesundheitliche Probleme möglich. Ein frühes erstes Zeichen dafür ist Haarausfall.
Bei Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit extrem hohen Selengehalten oder bei unsachgemäßer Dosierung (Fehlanwendung) kann es auch zu akuten Vergiftungen kommen. Mögliche Symptome sind Erbrechen, Atemnot, Herz-Kreislauf-Probleme und in seltenen Fällen sogar Organversagen.

BfR-Wissensportal zu Vitaminen, Mineralstoffen & Co.
In welchen Lebensmitteln stecken Vitamine und essenzielle Mineralstoffe? Werde ich krank, wenn ich zu wenig oder zu viel davon aufnehme? Soll ich besser gleich Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, um meinen Bedarf zu decken? Bei Fragen wie diesen hilft mikroco-wissen.de weiter – das Informationsangebot des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung). Es informiert über Mikronährstoffe, also Vitamine und Mineralstoffe, und erläutert, wofür der Körper diese braucht. Außerdem werden zahlreiche weitere Substanzen vorgestellt, die in Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebens mitteln zu finden sind.
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